Gleichgewicht und Lernen: Warum deine Gruppe ab und zu wackeln sollte

Was dein Gleichgewichtsorgan mit Aufmerksamkeit und Gedächtnis zu tun hat, warum Balancieren nicht automatisch schlauer macht und wie du mit kleinen Wackelmomenten wieder Schwung in deine Gruppe bringst.

Alle sitzen brav. Das Gehirn vielleicht auch.

10.40 Uhr, zweiter Seminartag. Alle sitzen ordentlich auf ihren Stühlen. Die Füße stehen unter dem Tisch, die Rücken lehnen an den Stuhllehnen und einige Arme sind inzwischen so fest verschränkt, dass man sie vermutlich nur mit einer offiziellen Pausenankündigung wieder auseinanderbekommt. Ich schaue in die Runde und sehe es den Gesichtern an. Die Körper sind noch anwesend. Bei der Aufmerksamkeit würde ich nicht mehr für alle meine Hand ins Feuer legen.

Solche Momente kennen wir doch alle. Und natürlich könnte ich jetzt die nächste Folie zeigen, meine Stimme etwas anheben oder die Gruppe mit einer besonders spannenden Frage zurückholen. Manchmal mache ich aber etwas anderes. Ich bringe Bewegung ins Spiel. Ein bisschen drehen, das Gewicht verlagern oder einfach mal auf einem Bein stehen. Meistens dauert es nicht lange, bis die ersten lachen, weil das mit dem Gleichgewicht doch nicht ganz so selbstverständlich funktioniert wie gedacht.

Was wie eine kleine Spielerei aussieht, hat einen ziemlich interessanten Hintergrund. Unser Gehirn ist nämlich ständig damit beschäftigt, uns im Gleichgewicht zu halten. Und wenn wir dieses System bewusst herausfordern, passiert deutlich mehr, als dass wir versuchen, nicht umzufallen.

Wackitacki – Wenn Innenohr und Gehirn miteinander verhandeln

Gleichgewicht ist nicht einfach eine Angelegenheit unserer Beine. Dahinter steckt eine erstaunliche Zusammenarbeit verschiedener Sinnessysteme. Im Innenohr sitzt unser Gleichgewichtsorgan, das unter anderem registriert, wie sich unser Kopf bewegt. Die Augen liefern Informationen darüber, wo wir uns im Raum befinden. Muskeln, Sehnen und Gelenke melden, wie unser Körper gerade steht oder sich bewegt. Und das Gehirn muss aus diesen Informationen laufend ein möglichst stimmiges Gesamtbild zusammensetzen.

Ich nenne dieses Zusammenspiel gerne Wackitacki. Denn sobald wir uns bewegen, beginnt zwischen Gleichgewichtsorgan, Augen, Körperwahrnehmung und Gehirn ein ziemlich reger Austausch. Steht der Körper gerade? Verlagert sich das Gewicht? Muss irgendwo nachkorrigiert werden? Das geschieht normalerweise ganz automatisch. Erst wenn ich meine Teilnehmenden auffordere, einmal die Füße ganz eng zusammenzustellen oder vorsichtig einen Fuß anzuheben, merken viele, wie viel Arbeit hinter einer scheinbar einfachen Bewegung steckt.

Probier es ruhig einmal aus. Stell dich sicher hin, am besten neben einen stabilen Stuhl, und hebe einen Fuß ein kleines Stück vom Boden. Schau auf einen festen Punkt. Und jetzt bewege deinen Kopf langsam nach rechts und links. Na, immer noch so standfest? Schon eine kleine Veränderung kann dafür sorgen, dass dein Körper nachregulieren muss. Genau das macht Gleichgewicht so spannend.

Welche Rolle unser Gleichgewichtsorgan darüber hinaus für Orientierung und Gedächtnis spielt, habe ich bereits in meinem Beitrag Das unterschätzte Lernorgan – Was in unseren Ohren steckt beschrieben.

Was passiert im Gehirn, wenn wir das Gleichgewicht trainieren?

Jetzt wird es wissenschaftlich interessant. Forschende um Marco Taubert und Patrick Ragert untersuchten in Leipzig, was im Gehirn passiert, wenn Erwachsene über mehrere Wochen eine anspruchsvolle Gleichgewichtsaufgabe trainieren. Die Teilnehmenden standen auf einer beweglichen Plattform und versuchten, diese möglichst waagerecht zu halten. Was nach einer Aufgabe aus dem Sportunterricht klingt, wurde von regelmäßigen Untersuchungen im Hirnscanner begleitet.

Das Erstaunliche war, wie schnell das Gehirn auf das Training reagierte. Bereits nach zwei Übungseinheiten ließen sich Veränderungen in bestimmten Hirnregionen feststellen, unter anderem in Bereichen des Stirn- und Scheitellappens. Während des sechswöchigen Trainings zeigten sich außerdem Zusammenhänge zwischen den Veränderungen im präfrontalen Cortex und der Verbesserung beim Balancieren. Unser Gehirn ist also auch im Erwachsenenalter keineswegs fertig eingerichtet. Es passt sich an neue Anforderungen an.

Und Leipzig ist nicht allein. In Magdeburg untersuchten Forschende um Milos Dordevic und Notger Müller, was ein Monat regelmäßiges Slackline-Training bewirken kann. Die Teilnehmenden wurden nicht nur sicherer beim Balancieren, sondern verbesserten sich auch bei einer Aufgabe zur räumlichen Orientierung mit geschlossenen Augen. Ein Hamburger Forschungsteam um Ann-Kathrin Rogge beobachtete wiederum, dass sich nach zwölf Wochen Gleichgewichtstraining neben der Balance auch bestimmte Gedächtnisleistungen und die räumliche Vorstellung verbesserten. Das bedeutet nicht, dass drei Minuten auf einem Bein automatisch das Gedächtnis auf Vordermann bringen. Aber es zeigt, dass Gleichgewichtstraining durchaus mehr fordern kann als nur unsere Standfestigkeit.

Für mich ist daran vor allem eines spannend. Wir denken beim Lernen häufig zuerst an Augen, Ohren und natürlich an unser Gehirn. Dabei vergessen wir gerne, dass wir einen ganzen Körper mit in den Unterricht bringen. Und den dürfen wir ruhig ab und zu beschäftigen.

Auf einem Bein Vokabeln lernen? Lieber nicht.

Bevor jetzt alle ihre Teilnehmenden zum Balancieren verdonnern, müssen wir allerdings über einen wichtigen Unterschied sprechen. Das Gleichgewicht zu trainieren und gleichzeitig schwierige Inhalte zu lernen, sind zwei verschiedene Dinge. Und beides lässt sich nicht unbedingt beliebig miteinander kombinieren.

Das zeigte eine Untersuchung von Ulman Lindenberger, Michael Marsiske und Paul Baltes am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Die Forschenden ließen Erwachsene unterschiedlichen Alters Wortlisten einprägen, während sie entweder saßen, standen oder auf schmalen, teilweise kurvigen Bahnen gingen. Wenn die Teilnehmenden gleichzeitig gehen und sich Wörter merken mussten, entstanden zusätzliche Anforderungen, die mit zunehmendem Alter stärker ins Gewicht fielen. Das Gehirn musste seine Aufmerksamkeit auf mehrere Aufgaben verteilen.

Das ist eigentlich gut nachvollziehbar. Stell dir vor, du gehst über einen schmalen Baumstamm und jemand erklärt dir dabei die Feinheiten der deutschen Konjunktivbildung. Vermutlich wäre dir zunächst wichtiger, trockenen Fußes auf der anderen Seite anzukommen. Und genau deshalb würde ich eine Gleichgewichtsübung nicht mit einer anspruchsvollen Erklärung kombinieren.

Für meine Seminare heißt das ganz praktisch, dass ich solche Übungen lieber als kurze Unterbrechung einsetze. Wir bewegen uns, orientieren uns neu und wenden uns anschließend wieder dem Inhalt zu. Ob dadurch die anschließende Lernleistung tatsächlich steigt, ist wissenschaftlich nicht ausreichend nachgewiesen. Als aktivierende Abwechslung können solche Momente trotzdem sinnvoll sein.

Drei kleine Wackelmomente für deinen Unterricht oder Workshop

Du brauchst weder eine Slackline noch eine Turnhalle. Oft reichen ein paar Minuten und ein wenig Kreativität. Ich nutze beispielsweise gerne folgende Möglichkeiten, um die Gruppe körperlich wieder in Bewegung zu bringen.

1. Vier Ecken – Wissen abfragen mit Körpereinsatz

Für diese Variante verteile ich vier farbige Karten in den Ecken des Seminarraums. Jede Farbe steht für eine Antwortmöglichkeit. Ich stelle eine Frage zu einem bereits behandelten Inhalt und die Teilnehmenden entscheiden sich für eine Antwort. Dafür zeigen sie in die entsprechende Richtung oder gehen zur passenden Ecke. Wer sich für eine Ecke hinter dem eigenen Rücken entscheidet, muss sich erst einmal umdrehen und neu orientieren. Schon haben wir Bewegung, räumliche Orientierung und eine kleine Wissensabfrage miteinander verbunden.

Das Schöne daran ist, dass ich sofort sehe, wie sicher die Gruppe beim Thema ist. Außerdem entsteht häufig eine lebendige Diskussion, weil sich nicht alle für dieselbe Antwort entscheiden. Wichtig ist mir allerdings, dass ich dafür bereits erarbeitetes Wissen verwende. Wer sich auf eine unbekannte Frage konzentrieren und gleichzeitig durch den Raum bewegen soll, hat möglicherweise mehr zu tun, als für die Aufgabe sinnvoll ist.

2. Plötzlich stehe ich ganz woanders

Diese Methode ist so einfach, dass man sie eigentlich kaum Methode nennen kann. Ich verändere während des Seminars meinen Standort. Statt wie gewohnt vorne an der Präsentation zu stehen, gehe ich beispielsweise nach hinten oder an die Seite des Raums. Wer mich anschauen möchte, muss sich drehen, seine Blickrichtung verändern und sich im Raum neu orientieren.

Das allein ist natürlich noch kein anspruchsvolles Gleichgewichtstraining. Aber es durchbricht die starre Blickrichtung und die gewohnte Sitzhaltung. Manchmal ist es erstaunlich, wie viel ein kleiner Perspektivwechsel ausmachen kann. Und ganz nebenbei verändert sich auch meine Wirkung im Raum. Mehr dazu findest du in meinen Beiträgen Trainerrolle – Präsenz, Stimme und Humor und Lernräume gestalten.

3. Ein Bein, viele Lacher

Wenn ich einen kurzen Energizer einsetze, lässt er sich manchmal wunderbar um eine kleine Gleichgewichtsaufgabe erweitern. Beispielsweise stehen die Teilnehmenden auf einem Bein und versuchen, mit den Armen einfache Bewegungen nachzumachen. Das klingt zunächst nicht besonders anspruchsvoll. Bis jemand merkt, dass die eigenen Arme offensichtlich andere Pläne haben als der Rest des Körpers.

Besonders amüsant wird es, wenn ausgerechnet diejenigen ins Wackeln geraten, die vorher noch skeptisch geschaut haben. Natürlich geht es dabei nicht darum, irgendjemanden vorzuführen. Es darf gelacht werden, aber niemand muss mitmachen. Wer lieber sitzen bleibt, kann Bewegungen im Sitzen ausprobieren oder einfach zuschauen. Und ein stabiler Stuhl in Reichweite ist mir deutlich lieber als eine spektakuläre Landung auf dem Seminarboden.

Ich erlebe solche Momente häufig als willkommene Unterbrechung. Die Menschen bewegen sich, lachen miteinander und wenden sich danach wieder dem Thema zu. Das ist meine Erfahrung aus der Seminarpraxis und kein wissenschaftlicher Beweis dafür, dass anschließend automatisch besser gelernt wird.

Und was mache ich, wenn ich selbst ins Wackeln komme?

Jetzt muss ich ein bisschen schmunzeln. Denn Gleichgewicht ist für mich nicht nur dann ein Thema, wenn meine Teilnehmenden auf einem Bein stehen. Es gibt auch Momente, in denen ich als Trainerin selbst ins Wanken gerate. Natürlich nicht unbedingt körperlich.

Vielleicht stellt jemand meine Kompetenz infrage. Vielleicht funktioniert eine Methode überhaupt nicht so, wie ich sie geplant habe. Oder die Stimmung in der Gruppe verändert sich plötzlich und ich merke, dass ich innerlich unruhig werde. Auch nach vielen Jahren Trainingserfahrung ist man schließlich kein programmierter Seminarroboter.

In solchen Situationen hilft mir etwas, das ich auch aus meiner Arbeit als Yogalehrerin kenne. Ich spüre ganz bewusst meine Füße auf dem Boden. Ich verteile mein Gewicht, richte mich auf und stelle mir vor, dass meine Füße Wurzeln bilden, die tief in die Erde reichen. Das dauert nur wenige Sekunden. Niemand muss dafür die Augen schließen, eine Klangschale anschlagen oder plötzlich meditativ durch den Seminarraum schweben.

Für mich ist dieses bewusste Erden eine wunderbare Möglichkeit, kurz wieder bei mir selbst anzukommen. Ich werde ruhiger, meine Haltung verändert sich und häufig verändert sich damit auch meine Stimme. Statt hektisch zu reagieren, kann ich wieder bewusster entscheiden, wie ich mit der Situation umgehen möchte.

Das ist meine persönliche Praxis und kein Beleg dafür, dass die Vorstellung von Wurzeln bei jedem Menschen dieselbe Wirkung hat. Aber vielleicht magst du es beim nächsten Mal ausprobieren, wenn du in einer schwierigen Unterrichtssituation selbst ein wenig ins Schwanken gerätst.

Wackeln ja, umfallen nein!

Bei aller Begeisterung für Gleichgewichtsübungen ist mir eines besonders wichtig. Sicherheit geht immer vor. Nicht jede Person kann oder möchte auf einem Bein stehen. Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Beschwerden an Knie oder Hüfte und andere gesundheitliche Einschränkungen müssen wir selbstverständlich berücksichtigen.

Deshalb biete ich immer Alternativen an. Eine Übung kann im Sitzen stattfinden, mit beiden Füßen auf dem Boden oder mit einer stabilen Stuhllehne als Unterstützung. Niemand muss erklären, warum er oder sie nicht mitmachen möchte. Gerade bei Gruppen mit unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen sollten die Übungen so gestaltet sein, dass alle auf ihre Weise teilnehmen können. Ein Energizer soll schließlich aktivieren und keine unfreiwillige Bekanntschaft mit dem Fußboden vermitteln.

Was die Forschung zeigt – und wo wir vorsichtig bleiben müssen

Die Forschung liefert überzeugende Hinweise darauf, dass unser Gleichgewichtssystem eng mit der räumlichen Orientierung und verschiedenen Gehirnfunktionen zusammenarbeitet. Studien aus Leipzig, Magdeburg und Hamburg zeigen außerdem, dass regelmäßiges Gleichgewichtstraining Veränderungen im Gehirn beziehungsweise Verbesserungen bestimmter Leistungen begleiten kann. Allerdings dauerten diese Trainings mehrere Wochen und wurden unter kontrollierten Bedingungen untersucht.

Was wir daraus nicht einfach ableiten dürfen, ist die Behauptung, dass ein zweiminütiger Energizer die Gedächtnisleistung einer Seminargruppe messbar verbessert. Dafür fehlen direkte Belege. Genauso wenig bedeutet die Untersuchung zum gleichzeitigen Gehen und Lernen, dass jede Bewegung beim Lernen stört. Entscheidend sind unter anderem die Schwierigkeit der Bewegung, die Lernaufgabe und die Voraussetzungen der Person.

Für unseren Unterricht und unsere Trainings können wir dennoch etwas Sinnvolles mitnehmen. Bewegung und Gleichgewicht sind keine völlig getrennten Themen vom Denken. Wir sollten sie bewusst und passend zum Ziel einsetzen, statt entweder den ganzen Tag ausschließlich sitzen zu lassen oder jede fachliche Aufgabe mit einer Bewegungsübung zu kombinieren.

Mein Fazit – Ein bisschen Wackitacki darf sein!

Ich finde, wir verlangen unseren Teilnehmenden manchmal ganz schön viel Sitzfleisch ab. Stundenlang zuhören, denken, diskutieren und möglichst konzentriert bleiben. Gleichzeitig wundern wir uns, wenn nach der Mittagspause die Augenlider schwerer werden und die Beteiligung nachlässt.

Dabei braucht es nicht immer eine aufwendige Methode, um den Ablauf zu verändern. Manchmal genügt es, aufzustehen, sich umzudrehen, den eigenen Körper wieder bewusster wahrzunehmen oder für einen Moment das Gleichgewicht herauszufordern. Nicht, weil dadurch auf wundersame Weise neues Wissen ins Gehirn gelangt, sondern weil Lernen eben nicht losgelöst von unserem Körper stattfindet.

Also lass deine Gruppe ruhig ab und zu wackeln. Mit Augenmaß, einem sicheren Stand und möglichst viel Freude. Und wenn du selbst einmal ins Wanken kommst, denk an deine Füße. Die stehen dir meistens zuverlässiger zur Seite als der schönste Seminarplan.

Lust, das mit deiner Gruppe auszuprobieren?

Wie Bewegung, Gleichgewicht und Körperwahrnehmung sinnvoll in den Unterricht oder ein Seminar eingebaut werden können, ist auch Thema meiner Fortbildung Gehirneffizientes Lehren. Und wenn du dich dafür interessierst, wie du als Lehrkraft oder Trainer selbst in schwierigen Situationen souverän bleibst, schau dir Gruppendynamik, Fehlerkultur und Motivation an.

Du möchtest gemeinsam mit mir ein Training für dein Team entwickeln? Dann kannst du eine Fortbildung anfragen oder direkt 20 Minuten für einen Austausch vereinbaren.

Literatur

  • Dordevic, M., Hökelmann, A., Müller, P., Rehfeld, K., & Müller, N. G. (2017). Improvements in orientation and balancing abilities in response to one month of intensive slackline-training. A randomized controlled feasibility study. Frontiers in Human Neuroscience, 11, 55. https://doi.org/10.3389/fnhum.2017.00055
  • Rogge, A.-K., Röder, B., Zech, A., Nagel, V., Hollander, K., Braumann, K.-M., & Hötting, K. (2017). Balance training improves memory and spatial cognition in healthy adults. Scientific Reports, 7, 5661. https://doi.org/10.1038/s41598-017-06071-9
  • Taubert, M., Draganski, B., Anwander, A., Müller, K., Horstmann, A., Villringer, A., & Ragert, P. (2010). Dynamic properties of human brain structure: Learning-related changes in cortical areas and associated fiber connections. Journal of Neuroscience, 30(35), 11670–11677. https://doi.org/10.1523/JNEUROSCI.2567-10.2010
  • Brandt, T., Schautzer, F., Hamilton, D. A., et al. (2005). Vestibular loss causes hippocampal atrophy and impaired spatial memory in humans. Brain, 128(11), 2732–2741. https://doi.org/10.1093/brain/awh617
  • Lindenberger, U., Marsiske, M., & Baltes, P. B. (2000). Memorizing while walking: Increase in dual-task costs from young adulthood to old age. Psychology and Aging, 15(3), 417–436. https://doi.org/10.1037/0882-7974.15.3.417